Shortform 1 â Caelwyn & Stacy
Warhammer Fantasy Roleplay 4th Edition · The Old World · Mythveil Chronicles
Mittags war es ein ganz gewöhnlicher imperialer Marktplatz.
HĂ€ndler.
Dienstmagd.
Stadtwache.
Bettler.
Jeder wusste, wo sein Platz war.
Bei Sonnenuntergang hatte sich alles verÀndert.
Aus MarktstÀnden wurden Tische.
Laternen erschienen.
Masken verdeckten Gesichter.
Die Dienstmagd trug eine bemalte Krone.
Der HĂ€ndler ein Geweih.
Und der Wachmann trank mit dem Mann, dem er am selben Morgen noch ein BuĂgeld aufgebrummt hatte.
Caelwyn:
âVorĂŒbergehender Wahnsinn.â
Stacy:
âNein.â
Caelwyn:
âDu hast das Geweih gesehen?â
Stacy:
âEs gibt Regeln.â
Dann begannen die Trommeln.
Vier SchlÀge.
Klatschen.
Noch einmal.
Vier SchlÀge.
Klatschen.
Erst zwanzig Menschen.
Dann fĂŒnfzig.
Dann hundert.
HĂ€ndler.
Dienstmagd.
Soldat.
BĂ€cker.
Bettler.
Vier SchlÀge.
Klatschen.
Stacy:
âSynchronisation.â
Caelwyn:
âEin ziemlich hĂ€ssliches Wort fĂŒr Tanzen.â
Dann zog jemand Caelwyn in den Kreis.
Ein kleines MĂ€dchen nahm Stacys Hand.
Stacy:
âIch beobachte.â
MĂ€dchen:
âTanz.â
Also tanzte sie.
Zuerst zÀhlte Stacy jeden Schritt.
Dann hörte sie auf zu zÀhlen.
Die Lieder wurden lauter.
HĂ€nde wechselten.
Tanzpartner wechselten.
Der Kreis brach auseinander und bildete sich neu.
Und irgendwo zwischen Beobachten und Tanzen geschah etwas.
Stacy sah Caelwyn an.
Stacy:
âWann haben wir aufgehört zuzusehen?â
Er blickte sich um.
Sie standen mitten in der Menge.
Keiner von beiden erinnerte sich daran, dorthin gegangen zu sein.
Caelwyn:
âIch weiĂ es nicht.â
Vier SchlÀge.
Klatschen.
Zweihundert HĂ€nde bewegten sich gemeinsam.
FĂŒr einen Augenblick gehörte das GerĂ€usch niemandem.
Es gehörte allen.
Stacy:
âHeute Morgen haben sie sich nach ihren Unterschieden geordnet.â
Caelwyn:
âUnd heute Nacht?â
Stacy:
âJetzt ordnen sie sich umeinander.â
Nichts war verschwunden.
Morgen wĂŒrde es noch immer Rang geben.
Geld.
Hunger.
Pflicht.
Das Imperium wĂŒrde noch immer das Imperium sein.
Aber diese Nacht hatte etwas anderes geschaffen.
Nicht *ich*.
*Wir.*
Und nichts davon brauchte das Chaos.
Die Menschen hatten die Musik selbst erschaffen.
Das Chaos musste nur verstehen, warum sie vielleicht irgendwann nicht mehr wollen wĂŒrden, dass sie aufhört.
SPIEL EPISCH. FĂHL DIE GESCHICHTE.
Betritt die Alte Welt, in der ein Lied aus Fremden eine Gemeinschaft machen kann â und was diese Gemeinschaft als NĂ€chstes wird, vielleicht von dir abhĂ€ngt.
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